Emanzipatorisch statt autoritär

Auf dieser Seite findest du verschiedene Infos über linksautoritäre Gruppen. Das Ziel ist Aufklärung. Deshalb auch der Disclaimer: Nicht alle linksautoritären Gruppen sind gleichermaßen autoritär und nicht alle sind kommunistisch. Gleichzeitig sind nicht alle kommunistische Gruppen autoritär. Es gibt durchaus emanzipatorische Kommunist*innen.


Red Flags und Alarmzeichen – Autoritäre Gruppen erkennen und vermeiden

Zine von Unsalted (deutsche Übersetzung)


Kritik an linksautoritären Gruppen

Aufgezeichneter Vortrag von Hannover Antiautoritär

„Der autoritäre Trend macht auch nicht vor Linken halt. So sind linksautoritäre Gruppen derzeit auf dem Vormarsch. Dieser aufgezeichnete Vortrag möchte zur Aufklärung einen Beitrag leisten. Das Ziel ist nicht Spaltung, sondern das Schaffen einer Diskussionsgrundlage.

Zunächst beginnen wir mit einer kurzen Einführung zu Autoritarismus. Darauf folgt ein Input zu linksautoritären Gruppen in Hannover. Da diese recht exemplarisch sind, dürfte der Input auch über die Grenzen von Hannover hinweg interessant sein. Dann skizzieren wir die Stärken solcher Gruppen. Anschließend kommen wir zur Kritik.“ – Hannover antiautoritär, August 2025

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Hammer & Sichel

Text von M.

Einleitung: Missverstandene Symbole – oder Mahnmal des Verrats

Für viele Menschen weltweit gilt das Symbol „Hammer und Sichel“ als Zeichen des Widerstands gegen Kapitalismus, Ausbeutung und Imperialismus. Es ziert Flaggen, Wände und T-Shirts. Manchmal aus Überzeugung, manchmal als modisches Statement. Für einige steht es für die Befreiung der Arbeiter*innenklasse, für andere als Protest gegen Konzerne und westliche Vorherrschaft.

Doch wer dieses Symbol als universelles Zeichen der Befreiung betrachtet, blendet seine Geschichte ebenso aus wie die Erfahrungen zahlloser Menschen, die im Namen eben jenes Symbols unterdrückt, verfolgt, eingesperrt oder ermordet wurden und werden. Hammer und Sichel steht nicht für eine befreite Gesellschaft, sondern für Parteidiktatur, politische Säuberungen und einen autoritären Sozialismus von oben, der die Hoffnungen der Revolution verraten hat.

Und dieser Verrat ist keine bloße historische Episode: Noch heute gilt das Symbol für viele als Ausdruck von Gewalt und Unterdrückung. Für Uigur*innen etwa steht es für die koloniale Assimilationspolitik des chinesischen Staatssozialismus. Für indigene Bewegungen, queere Communities oder oppositionelle Linke weltweit markiert es bis heute die Erfahrung, von autoritären Regimen mundtot gemacht oder zerschlagen worden zu sein, unter dem Vorwand einer angeblich höheren Klassenbefreiung.

Gerade aus anarchistischer Perspektive ist es essenziell, historische Wahrheiten nicht aus ideologischer Loyalität zu verschweigen. Ein Symbol, das die blutige Zerschlagung selbstverwalteter Bewegungen, die Verfolgung oppositioneller Linker und den Aufbau totalitärer Systeme legitimierte, kann kein Zeichen der Emanzipation sein. Im Gegenteil: Es ist das Mahnmal eines Verrats.

Freiheit lässt sich nicht durch Parteibefehle, Zentralräte oder Fünfjahrespläne erzwingen. Auch nicht durch eine Klassenideologie, die andere Formen von Unterdrückung systematisch ausblendet. Wer Befreiung ernst meint, muss auch den Mut haben, sich von den Symbolen jener zu trennen, die sie verraten haben. Damals wie heute.

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Hammer, Sichel und das bolschewistische Machtmonopol

Das Symbol „Hammer und Sichel“ wurde 1922 zum offiziellen Emblem der Sowjetunion erklärt. Es sollte die Einheit von Industriearbeiter*innen (Hammer) und Bäuer*innen (Sichel) verkörpern. (Eine Bedeutung mit der sich heute kaum ein Mensch noch identifiziert.) Eine ikonografische Verheißung proletarischer Solidarität und revolutionärer Erneuerung. Doch hinter diesem Bild der Einigkeit verbarg sich ein ganz anderes Projekt: der Aufbau einer autoritären Parteidiktatur unter Führung der Bolschewiki.

Schon mit der Oktoberrevolution 1917 hatten sich die Bolschewiki unter Lenin (und später mit noch größerer Brutalität unter Stalin) an die Spitze der revolutionären Bewegung gestellt, nicht um sie zu fördern, sondern um sie zu kontrollieren. Anstatt die versprochene Macht den „Sowjets“, den basisdemokratischen Arbeiter*innenräten, zu überlassen, entmachteten die Bolschewiki diese Stück für Stück. Die politische Entscheidungsgewalt wurde nicht dezentral organisiert, sondern in den Händen der kommunistischen Parteihierarchie konzentriert.

Die neue Machtstruktur ließ keinen Raum für abweichende Stimmen… auch nicht von links. Oppositionelle sozialistische und revolutionäre Gruppen wie die Menschewiki, die Sozialrevolutionär*innen und besonders die Anarchist*innen wurden verfolgt, zerschlagen oder ermordet. Die Kommunistische Partei machte unmissverständlich klar: Nur sie allein spricht im Namen des Proletariats. Alle anderen Bewegungen galten als feindlich, konterrevolutionär oder verräterisch.

Die vielbeschworene Einheit von Arbeiter*innen und Bäuer*innen war kein Ziel gleichberechtigter Befreiung, sondern ein zentraler Baustein bolschewistischer Propaganda. Die tatsächliche Praxis sah ganz anders aus: Militarisierung der Arbeit, Repression gegen Streiks, blutige Niederschlagung von Bauernaufständen wie in Kronstadt oder Tambow, und die Errichtung eines Spitzel- und Polizeiapparats zur Kontrolle der Bevölkerung.

So wurde „Hammer und Sichel“ nicht zum Symbol einer freien Gesellschaft, sondern zum Abzeichen eines autoritären Regimes. Es steht für den Verrat an den ursprünglichen revolutionären Hoffnungen und für die systematische Auslöschung selbstverwalteter, emanzipatorischer Bewegungen durch eine neue Form von Macht: die Diktatur im Namen der Befreiung.

Kronstadt: Die Revolution erschießt ihre Kinder

Ein besonders deutliches Beispiel für den autoritären Charakter der bolschewistischen Herrschaft ist der Kronstädter Matrosenaufstand von 1921. Die Matrosen von Kronstadt hatten nicht nur die Februarrevolution unterstützt, sondern auch maßgeblich zur Oktoberrevolution beigetragen. Sie galten als Symbolträger des revolutionären Proletariats, bis sie es wagten, eigene Forderungen zu stellen. Was sie verlangten, war nichts anderes als das, was die Revolution ursprünglich versprochen hatte:

  • Freiheit für alle Parteien, mit Ausnahme der Monarchist*innen und Faschist*innen
  • Presse- und Meinungsfreiheit
  • Freie Wahlen in den Sowjets, unabhängig von der kommunistischen Partei
  • Auflösung der politischen Geheimpolizei (Tscheka)
  • Freilassung politischer Gefangener aus der Arbeiter*innenbewegung

Doch diese Forderungen waren mit dem bolschewistischen Machtmonopol unvereinbar. Die Antwort Lenins und Trotzkis kam in Form massiver Gewalt: Die Rote Armee marschierte auf die Festung Kronstadt, die unter arktischen Bedingungen verteidigt wurde, und schlug den Aufstand brutal nieder. Über 1.000 Matrosen und Arbeiter*innen wurden erschossen, viele weitere in das Gulag-System verschleppt oder hingerichtet.

Die Niederschlagung von Kronstadt markiert einen Wendepunkt: Hier offenbarte sich der endgültige Bruch zwischen der revolutionären Basis und der autoritären Parteiführung. Die Bolschewiki verfolgten keine sozialistische Gesellschaft, die auf Selbstbestimmung und Freiheit beruhte, sondern einen Staat, in dem jede Form von Unabhängigkeit (selbst von links) als Bedrohung galt.

Für Anarchist*innen ist Kronstadt nicht nur ein historisches Ereignis, sondern ein Sinnbild für den Verrat der Bolschewiki an der Idee der Befreiung. Unter dem Banner des „Sozialismus“ wurden genau jene Menschen getötet, die für eine wirkliche, selbstorganisierte und herrschaftsfreie Gesellschaft kämpften. Kronstadt zeigt: Wer die Macht zentralisiert, zerstört die Freiheit, auch (und gerade) im Namen der Revolution.

Zerschlagung der Anarchist*innen: Wenn Befreiung zur Diktatur wird

Kaum war die Oktoberrevolution vollzogen, begannen die Bolschewiki systematisch damit, alle revolutionären Kräfte auszuschalten, die sich nicht ihrer Parteidisziplin unterwarfen. Besonders die Anarchist*innen. Dabei waren es genau diese Gruppen, die vielerorts maßgeblich zum Aufbau selbstverwalteter Strukturen beigetragen hatten: zu kollektiver Landwirtschaft, freien Bildungseinrichtungen, Arbeiter*innenräten und lokalen Föderationen.

Doch genau diese Form von Autonomie und Dezentralität war der kommunistischen Partei ein Dorn im Auge. In Moskau wurde die berühmte Schwarze Garde entwaffnet, anarchistische Zeitungen verboten, Treffpunkte gestürmt, Aktivist*innen verhaftet oder ermordet. Die Taktik war klar: Zunächst ließ man die anarchistische Bewegung gewähren oder nutzte sie sogar strategisch. Doch sobald sie zur ernsthaften Alternative zur Parteiherrschaft wurde, schlug die Repression erbarmungslos zu.

Besonders deutlich zeigt sich dieser Verrat in der Ukraine: Dort hatte sich rund um Nestor Machno eine selbstverwaltete, föderal organisierte Gesellschaft herausgebildet. Mit basisdemokratischen Entscheidungen, freiwilliger Organisierung und antiautoritären Strukturen. Die Machnobewegung kämpfte erfolgreich gegen zaristische Truppen, deutsche Besatzer und später auch gegen die Weißgardisten. Die Bolschewiki gingen zunächst ein taktisches Bündnis mit Machno ein, nur um ihn und seine Bewegung später militärisch zu zerschlagen, sobald die Kontrolle der Parteizentrale bedroht war.

Auch international bekannte Anarchist*innen wie Emma Goldman und Alexander Berkman, die anfangs große Hoffnungen in die russische Revolution gesetzt hatten, kehrten ihr bald den Rücken. Sie verließen die Sowjetunion tief enttäuscht und berichteten von politischen Gefangenen, Zensur, Geheimdiensten, Schauprozessen und Lagern voller Revolutionär*innen. Nicht weil sie gegen die Revolution kämpften, sondern weil sie ihre eigenständigen Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit nicht aufgaben.

Die Verfolgung der Anarchist*innen zeigt auf drastische Weise, was passiert, wenn eine Befreiungsbewegung sich in eine neue Herrschaft verwandelt. Wer Emanzipation ernst nimmt, kann nicht tolerieren, dass ihre radikalsten und freiheitsliebendsten Träger*innen ermordet, verfolgt und zum Schweigen gebracht werden, im Namen eines Sozialismus, der sich zur Parteidiktatur entstellt hat.

Barbarei statt Sozialismus

Es ist zu betonen, dass die Bolschewiki – allen voran Lenin, der weder vor der Zusammenarbeit mit mafiösen Gruppen, Kindesentführung, Folter noch vor Massenmord zurückschreckte – ein Terror-Regime errichtet hatten. Dazu wurde die Sowjetunion nicht erst unter Stalin.

Die Liste an Abscheulichkeiten, die im Namen des Kommunismus begangen wurden ist lang. Besonders erwähnenswert sind dabei das Gulag-System sowie die „Stalinsche Säuberungen“.

Unter Lenin wurde ein riesiges industrielles System aus Straf- und Arbeitslagern errichtet – die Gulags. Millionen von Menschen wurden in diese Lager zur Zwangsarbeit deportiert. Millionen starben an Erschöpfung, Kälte, Krankheit, Hunger und blanker Gewalt. Die Ausbeutung der Inhaftierten war dabei eine wesentliche Stütze der sowjetischen Wirtschaft. Die Verwaltung des Gulag-Systems wurde dabei an die organisierte Kriminalität der Unterwelt ausgelagert.

Hinter dem Euphemismus (Beschönigung) „Stalinsche Säuberungen“ verbirgt sich die politische Verfolgung und Ermordung von bis zu 22 Millionen Menschen unter Stalin. Auch dabei spielte das Gulag-System eine entscheidende Rolle.

Von der Sowjetunion bis China: Die autoritäre Kontinuität des Staatskommunismus

Das Symbol „Hammer und Sichel“ prangt nicht nur auf alten Sowjetplakaten: Es lebt weiter im autoritären Staatsapparat der Volksrepublik China. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) wurde 1921 nach dem Vorbild der Bolschewiki gegründet und übernahm deren grundlegende Struktur: eine zentrale Partei, die vorgibt, im Namen der Arbeiter*innenklasse zu handeln, während sie in Wahrheit jede Form von Selbstorganisation unterdrückt.

Unter Mao Zedong verwandelte sich diese Idee in eine Katastrophe historischen Ausmaßes: Der sogenannte „Große Sprung nach vorn“ kostete durch Hungersnöte und Zwangskollektivierung über 30 Millionen Menschen das Leben. Die anschließende „Kulturrevolution“ bedeutete ideologische Gleichschaltung, öffentliche Demütigungen, Masseninhaftierungen und die Zerschlagung unabhängiger Denk- und Lebensformen. Es ging nicht um Emanzipation, sondern um Kontrolle.

Diese Praxis der autoritären Machtausübung ist kein Relikt der Vergangenheit, denn sie besteht bis heute fort. Die KPCh ist nach wie vor eine Ein-Parteien-Diktatur, die jede Form abweichender Organisierung brutal verfolgt: Feminist*innen, queere Aktivist*innen, Arbeiter*innenkollektive, Umweltgruppen oder unabhängige Medien werden zensiert, eingeschüchtert oder inhaftiert.

Besonders betroffen sind ethnische Minderheiten wie die Uigur*innen in der Region Xinjiang. Unter dem Vorwand der „Terrorbekämpfung“ betreibt der chinesische Staat ein massives System der Überwachung, Umerziehung und Internierung. Schätzungen zufolge sitzen über eine Million Uigur*innen in Lagern, werden zur Zwangsarbeit gezwungen, ideologisch umerzogen, sterilisiert oder dauerhaft überwacht. Auch Tibeter*innen, mongolische Gruppen und weitere nicht-chinesische Minderheitenerleben strukturelle Repression und Assimilationsdruck, im Namen der „sozialistischen Einheitsnation“.

Auch hier weht die rote Flagge, auch hier ziert das Symbol von „Hammer und Sichel“ Uniformen, Mauerwände und Parteiplakate: Nicht als Zeichen der Befreiung, sondern als Emblem eines Systems, das Herrschaft zementiert. Die historische Linie führt direkt von den Gulags der Sowjetunion zu den Umerziehungslagern in Xinjiang. Was als Versprechen für Gerechtigkeit begann, wurde zum Werkzeug autoritärer Kontrolle und bleibt es bis heute.

Von der DDR bis Nordkorea: Die autoritäre Spur von Hammer und Sichel

Die autoritäre Geschichte des Staatskommunismus endet nicht bei der Sowjetunion oder der Volksrepublik China. Auch andere Regime, die sich auf „Hammer und Sichel“ als Symbol beriefen, hinterließen eine Spur von Überwachung, Unterdrückung und ideologischer Gleichschaltung. Allen voran die Deutsche Demokratische Republik (DDR).

In der DDR wurde die kommunistische Staatsmacht von einer einzigen Partei kontrolliert: der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Trotz der Rhetorik von Arbeiter*innenmacht und Sozialismus herrschte ein repressives System, das grundlegende Freiheitsrechte systematisch untergrub. Kritische Stimmen, ob aus der eigenen Linken, aus kirchlichen Kreisen, aus der Friedensbewegung oder von queeren, feministischen und oppositionellen Gruppen, wurden von der Staatssicherheit (Stasi) überwacht, eingeschüchtert inhaftiert und ermordet.

Auch hier diente das ikonische Symbol von „Hammer und Sichel“ der Legitimation eines Apparats, der sich als fortschrittlich inszenierte, aber seine Macht durch Kontrolle und Gehorsam absicherte. Der demokratische Sozialismus, den viele Revolutionär*innen ursprünglich erträumt hatten, wurde durch eine bürokratische Parteidiktatur ersetzt, in der weder freie Wahlen noch Meinungsfreiheit noch unabhängige Gewerkschaften existierten.

Die DDR verfolgte queere Menschen, pathologisierte Homosexualität über Jahre hinweg, verbot feministische Organisierung außerhalb der Staatsfrauenorganisationen, und ließ oppositionelle Sozialist*innen, darunter Anarchist*innen, von der Bildfläche verschwinden. Was als sozialistische Befreiung angekündigt wurde, wurde zum Gefängnis mit roter Fahne.

Auch Nordkorea, dessen Führung sich historisch auf die kommunistische Tradition beruft und bis heute in Teilen das Symbol von Hammer und Sichel nutzt, ist ein Beispiel für den völligen Zusammenbruch jeglicher emanzipatorischer Idee. Dort existiert eine dynastische Diktatur, in der das Volk in absoluter Armut lebt, während eine Elite im Namen des Sozialismus herrscht. Repression, Masseninternierung, Todeslager und ideologische Gehirnwäsche sind dort keine Ausnahmen, sondern Alltag. In Vietnam, Laos, Kuba, Afghanistan oder früher Kambodscha unter den Roten Khmer gab es ebenfalls autoritär-kommunistische Regime, die das Bild von Hammer und Sichel oder verwandte Symbole für sich beanspruchten und dabei unabhängige Bewegungen, kulturelle Minderheiten oder interne Kritiker*innen brutal unterdrückten. Besonders das Regime der Roten Khmer unter Pol Pot verwandelte den Anspruch auf klassenlose Gesellschaft in einen Völkermord: Millionen Menschen wurden ermordet, weil sie gebildet waren, einer Minderheit angehörten oder der Partei nicht blind folgten.

Auch in Ländern wie Griechenland fielen zahlreiche Anarchist*innen und andere Menschen den Säuberungen der Kommunistischen Parteien (im Fall Griechenlands, der KKE) zum Opfer.

In all diesen Staaten wurde ein Symbol benutzt, das angeblich für eine herrschaftsfreie Gesellschaft stehen sollte, doch es wurde zum Wappen neuer Herrschaft. Es wurde zum Siegel autoritärer Systeme, die sich nicht nur gegen die Ausbeutung durch Kapital wandten, sondern auch gegen jede Form von Autonomie, Vielfalt und Selbstbestimmung.

Aber war nicht auch viel davon westliche Propaganda?

Ja, die sogenannte „Red Scare“ (Rote Angst), insbesondere in den USA während des Kalten Kriegs, war ein massives Propagandaprogramm, das nicht nur die Sowjetunion, sondern alle linken, antikapitalistischen Bewegungen verteufelte. Viele engagierte Menschen wurden verfolgt, ins Exil gezwungen oder kriminalisiert und das allein wegen ihrer Kritik am Kapitalismus. In Hollywood, in den Medien, in den Schulen: überall wurde Kommunismus als „das Böse schlechthin“ dargestellt.

Diese antikommunistische Panik war real und sie diente in erster Linie dazu, eigene wirtschaftliche, koloniale und militärische Interessen zu verschleiern und linke Bewegungen im Globalen Süden zu delegitimieren oder zu zerschlagen. In Lateinamerika, Asien und Afrika wurden zahllose sozialistische, anarchistische oder antikoloniale Projekte durch westliche Geheimdienste untergraben, mit Waffengewalt bekämpft oder durch Sanktionen zerstört.

Doch die oben bereits genannte Kritik am Staatssozialismus beruht nicht auf dieser westlichen Propaganda, sondern auf innerlinker, radikaler Analyse und auf den Erfahrungen von Betroffenen. Sie entspringt einer historischen Verantwortung und einem emanzipatorischen Anspruch, der sich nicht von außen instrumentalisieren lässt.

Denn auch unter roter Flagge wurden Menschen gefoltert, ermordet, unterdrückt. Auch im Namen der „Revolution“ wurde die Selbstbestimmung zertrampelt.

Es ist möglich, und notwendig, sowohl den Kapitalismus als auch den autoritären Staatssozialismus zu kritisieren. Wer zwischen diesen beiden Systemen „wählen“ will, hat das eigentliche Problem nicht verstanden: Es geht um Herrschaft – nicht um Farbe und Symbolik.

Anarchistische Kritik: Gegen jede Herrschaft – auch die rote

Aus anarchistischer Perspektive liegt der grundlegende Fehler nicht bloß im autoritären Abgleiten einzelner kommunistischer Bewegungen oder Regime, sondern in der autoritären Struktur selbst, die ihnen zugrunde liegt. Die Vorstellung, dass eine zentralisierte Staatsmacht, selbst wenn sie sich als „Arbeiterstaat“ bezeichnet, die Ausbeutung abschaffen und wahre Freiheit schaffen könne, ist historisch immer wieder als Illusion entlarvt worden. Denn Macht, die in den Händen Weniger konzentriert ist, führt fast zwangsläufig zu Unterdrückung, auch wenn sie ursprünglich im Namen der Befreiung erhoben wurde.

Das Prinzip des sogenannten „demokratischen Zentralismus“, welches auf Lenin zurück geht, zieht sich bis heute durch zahlreiche autoritär-kommunistische Parteien und Gruppierungen. Mit Demokratie hat dieses Führungsprinzip jedoch nicht viel zu tun. Vielmehr geht es um einen hierarchischen, zentralistischen Aufbau, bei dem die Führungskräfte zwar von unten nach oben gewählt werden, aber die Auswahl derselben von oben nach unten vorgegeben wird. Befehlslogik und Unterordnung sind ebenso Wesenszüge dieses Prinzips.

Jeder sogenannte „Arbeiterstaat“ wandelte sich rasch von einem angeblichen Instrument der Emanzipation zur Diktatur über die Arbeiter*innen selbst. Statt der versprochenen Freiheit bedeutete „Befreiung von oben“ neue Formen der Knechtschaft, in denen Entscheidungen nicht demokratisch, sondern hierarchisch getroffen wurden, oft mit brutalster Gewalt gegenüber Andersdenkenden, Minderheiten und Dissident*innen. Die staatliche Macht wurde zur neuen Herrschaftsschicht, die nicht nur die alte Ausbeutung reproduzierte, sondern sie in manchen Fällen verschärfte. Da in jedem Fall im Wesentlichen nichts an der Sozialisierung und Organisationsstruktur (Macht korrumpiert) verändert wird, führen autoritär-kommunistische Revolutionen zwangsläufig zu bloßen Regimewechseln und nicht zum freiheitlichen Sozialismus.

Aus diesem Grund lehnen Anarchist*innen nicht nur den Kapitalismus, sondern auch den Staatssozialismus ab. Beide Systeme basieren auf Hierarchien, Zentralismus und Zwang, die individuelle und kollektive Selbstbestimmung verhindern. Für Anarchist*innen ist wahre Befreiung nur möglich, wenn sie von unten, aus den Gemeinschaften heraus entsteht. Durch direkte Selbstorganisation ohne Vermittler, ohne Führer*innen und ohne Herrschaftsinstanzen.

Diese Befreiung bedeutet, dass Menschen sich freiwillig zu Netzwerken und Föderationen zusammenschließen, auf gegenseitiger Hilfe und Solidarität basierend, statt von oben dirigiert zu werden. Hierarchien, egal ob politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Natur, werden radikal abgebaut und durch flache, partizipative Strukturen ersetzt. Nur so können die verschiedenen Formen von Unterdrückung gleichzeitig angegangen und überwunden werden. Nicht nur ökonomische Ausbeutung, sondern auch Rassismus, Sexismus, Nationalismus und alle anderen Herrschaftsmechanismen.

Kurz gesagt: Emanzipation ist kein Zustand, den ein Staat „verordnen“ oder „erzwingen“ kann. Sie ist ein Prozess der Befreiung und Selbstermächtigung, der nur im Zusammenspiel von Freiheit und Verantwortung, von Vielfalt und Gleichheit entstehen kann. Und gerade deshalb ist die anarchistische Kritik an „roten“ Herrschaftssystemen nicht nur eine Kritik von außen, sondern eine Forderung nach radikaler Selbstbestimmung jenseits jeder Form von Zwang und Hierarchie.

Schluss: Kein Symbol der Freiheit – sondern eine Warnung

„Hammer und Sichel“ mag einst als Hoffnung auf eine andere Gesellschaft gegolten haben. Heute steht es vor allem für unterdrückte Träume, gebrochene Bewegungen, tote Genoss*innen. Wer es als rebellisches Symbol nutzt, sollte sich der Geschichte bewusst sein, die daran haftet und der Menschen, die es als Symbol ihrer Unterdrücker erlebt haben.

Freiheit braucht keine Parteiflaggen. Sie braucht mutige Menschen, die sich nicht vereinnahmen lassen. Die wirklich frei leben wollen – jenseits von Staat, Kapital und Partei.

Wer heute mit Hammer und Sichel auf dem T-Shirt gegen Ungerechtigkeit protestiert, sollte sich fragen, wem dieses Symbol einst diente. Nicht befreiten Arbeiter*innen, nicht freien Menschen, sondern Parteikadern, Militärführern, Geheimdiensten. Es war das Wappen autoritärer Regime, nicht emanzipatorischer Bewegungen.

Die Revolution wird nicht in roten Fahnen oder Stalin-Porträts gefunden. Sie findet sich in den selbstorganisierten Kämpfen derer, die keine Macht über andere wollen. In den Genoss*innen, die Kronstadt verteidigten. In den Anarchist*innen, die im Schatten des Bolschewismus weiterkämpften. In den Uigur*innen, Tibeter*innen, queeren Menschen, Feminist*innen, die bis heute unter „roter“ Herrschaft leiden.

Hammer und Sichel? Nein, danke.

Da es einfach zu viele Menschen gibt, die von dieser Symbolik abgeschreckt sind, weil sie sich an die Gräueltaten und Unterdrückung erinnern, halte ich es für absolut nicht zielführend dieses Symbol für eine Bewegung zu verwenden, die für Freiheit und eine herrschaftslose Welt kämpfen will.

Jede Zusammenarbeit mit Symbolen, wie Hammer & Sichel, die für Gewalt, Macht und Unterdrückung stehen, diskreditiert die Bewegung und macht sie in den Augen von vielen Aussenstehenden zu einer zu einer unliebsamen Randerscheinung, die sie keinesfalls unterstützenswert finden. Und geht es nicht genau darum: Aussenstehende für unsere Sache zu gewinnen? Unsere Szene allein ist viel zu klein, um jemals wirklich signifikante Veränderungen vollbringen zu können.

Freiheit entsteht nicht durch veraltete Fahnen oder Symboliken, sondern durch das

Ende jeder Herrschaft.

Es wird Zeit für was Neues!

Quellen und empfohlene weiterführende Lektüre:

Slave Cubela: Lumpensozialismus (Artikel in der AK Ausgabe 718)

Emma Goldman: Gelebtes Leben (Autobiografie, mit detaillierter Kritik an der bolschewistischen Repression) https://edition-nautilus.de/programm/gelebtes-leben/

Emma Goldman: Meine zwei Jahre in Russland https://anarchistischebibliothek.org/library/emma-goldman-meine-zwei-jahre-in-russland-1921

Alexander Berkman: The Bolshevik Myth https://theanarchistlibrary.org/library/alexander-berkman-the-bolshevik-myth-diary-1920-22

Alexander Berkman: Die Kronstadt Rebellion https://anarchistischebibliothek.org/library/alexander-berkman-die-kronstadt-rebellion

Alexander Berkman: Die Tat https://unrast-verlag.de/produkt/die-tat/

Volin: Die unbekannte Revolution https://www.shop.alibro.de/Laender-Regionen/Russland-Sowjetunion/Die-unbekannte-Revolution::5574.html

Volin – Der Aufstand von Kronstadt https://unrast-verlag.de/produkt/die-geschichte-der-machno-bewegung/

Rudolf Rocker – Der Bankrott des russischen Staats-Kommunismus – https://anarchistischebibliothek.org/library/rudolf-rocker-der-bankerott-des-russischen-staats-kommunismus

Murray Bookchin – Hör zu, Marxist! https://anarchistischebibliothek.org/library/murray-bookchin-hor-zu-marxist

Erich Mühsam – Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat https://anarchistischebibliothek.org/library/erich-muhsam-befreiung-der-gesellschaft-vom-staat

Errico Malatesta – Revolutionärer Terror https://anarchistischebibliothek.org/library/errico-malatesta-revolutionarer-terror

Jan Waclaw Machajski – Sozialismus und Intelligenz https://anarchistischebibliothek.org/library/jan-waclaw-machajski-sozialismus-und-intelligenz

Russel Maroon Shoatz – Der Drache und die Hydra https://anarchistischebibliothek.org/library/russel-maroon-shoatz-der-drache-und-die-hydra

Augustin Souchy – Reise nach Rußland 1920 https://anarchistischebibliothek.org/library/augustin-souchy-reise-nach-russland-1920

Meas Wolfstatze: Die Aufstände von Kronstadt (1921) und Barcelon (1937) https://anarchistischebibliothek.org/library/wolfstatze-meas-die-aufstande-von-kronstadt-1921-und-barcelona-1937-in-der-rezeption-von-marxis

Maurice Brinton: Die Bolschewiki und die Arbeiterkontrolle https://anarchistischebibliothek.org/library/maurice-brinton-die-bolschewiki-und-die-arbeiterkontrolle

Peter A. Arschinoff – Die Geschichte der Machno-Bewegung https://unrast-verlag.de/produkt/die-geschichte-der-machno-bewegung/

Cajo Brendel – Die Revolution ist keine Parteisache https://unrast-verlag.de/produkt/die-revolution-ist-keine-parteisache/

Robert Klein – Koukoulofori: Die Vermummten. Anarchie und Widerstand in Griechenland. 1967 – 1996.

Valerie Brosch – Gegen die russische Staatsgewalt

Peter Kropotkin: Der Staat und seine historische Rolle https://unrast-verlag.de/produkt/der-staat-und-seine-historische-rolle/

Peter Kropotkin: Der Anarchismus in Russland https://anarchistischebibliothek.org/library/peter-kropotkin-der-anarchismus-in-russland

Peter Kropotkin: Die Eroberung des Brotes (alternative Vision zur Staatsgewalt) https://anarchistischebibliothek.org/library/peter-kropotkin-die-eroberung-des-brotes

CrimethInc.: From Democracy to Freedom https://de.crimethinc.com/books/from-democracy-to-freedom-der-unterschied-zwischen-regierung-und-selbstbestimmung


Kritik des Autoritarismus

K-Gruppen als Zuspitzung einer autoritären Gesellschaftsform

Aufgezeichneter Vortrag von Jonathan Eibisch

Am 10.06. hielt Jonathan Eibisch auf Einladung von ABC Köln einen Vortrag zum Thema „Kritik des Autoritarismus – K-Gruppen als Zuspitzung einer autoritären Gesellschaftsform“. Radio Nordpol dokumentiert das Referat.

Hier klicken für den vollständigen Ankündigungtext.

Sogenannte Kader-Gruppen verschiedener Ausrichtung sind seit ca. 2020 deutschlandweit, sogar europaweit auf dem Vormarsch. Das Phänomen, welches im Nachgang der 68er-Bewegung bekannt wurde, wurde offenbar wiederbelebt. Neoleninistische Gruppierungen bleiben dabei keineswegs nur obskure Vereinigungen von hängengebliebenen Alt-Genoss*innen. Vielmehr ziehen sie verstärkt junge Menschen an und reklamieren den Faktor Militanz für sich.

Für Anarchist*innen ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen ärgerlich und beängstigend. Zum einen werden autoritäre Kommunist*innen als unliebsame Konkurrenz erlebt. Andererseits kann bei ihnen zurecht verkürzte Herrschaftskritik, verbunden mit aufgewärmten, billigen Versprechungen konstatiert werden. Weiterhin prägen sie ihre Mitglieder und Sympathisant*innen in autoritären Denkmustern und Verhaltensweisen.

Schauen wir genauer hin, wird allerdings deutlich, dass der Auftrieb des neoleninistischen Pseudo-Kommunismus Ausdruck und Symptom von umfangreichen autoritären Zuspitzungen in der Gesellschaftsform insgesamt ist. Wie in den 70er Jahren handelt es sich bei ihm um eine Verfallserscheinung von emanzipatorischen sozialen Bewegungen. Diese korreliert mit der Zunahme staatlicher Repression, der Faschisierung weiterer sozialer Milieus, der Verdrängung grundlegender Krisenerscheinungen, dem Angriff auf die liberale Demokratie, sowie mit dem Abbau sozialer Sicherungen.

Wer K-Gruppen kritisiert, muss sich ebenso die Frage stellen, warum 20% der Bevölkerung extrem rechte Ansichten teilen oder zumindest offen unterstützen und warum knapp 5% der Wähler*innen BSW ihre Stimme geben. Thematisiert werden muss, wie Regierungen Minderheiten in Geiselhaft nehmen, um autoritäre Maßnahmen durchzusetzen oder warum viele aggressiv darauf reagieren, wenn Menschen sich selbst bestimmen wollen.

Jonathan macht bereits seit einigen Jahren diverse Veranstaltung zu seinen Themen und bloggt auf paradox-a.de.

Ergänzend dazu die Slides zum Votrag:


Warum Antifa und linksautoritäre Gruppen nicht zusammenpassen

Artikelserie von „Vernunft und Liebe Sachsen-Anhalt“

„Die immer weiter fortschreitende Faschisierung in Deutschland hat in den vergangenen Monaten dafür gesorgt, dass auch linke Gruppen verstärkten Zulauf haben. Gerade junge Menschen sammeln zur Zeit ihre ersten aktivistischen und Antifa-Erfahrungen. Gut so! Gleichzeitig sind in den Jahren der Corona-Pandemie viele Verbindungen zu etablierten, erfolgreich arbeitenden antifaschistischen Gruppen und Personen abgebrochen oder nie entstanden. Und damit zu ihren Erfahrungen. Das heißt auch: Zu ihrem Wissen über gemachte Fehler, gelesene Bücher oder zu politisch-theoretischen Bildungsveranstaltungen, die diese Genoss*innen im Rahmen ihrer Antifa-Organisierung besucht haben.

Die Lücke indes wird gefüllt – oftmals von fragwürdigen, aus dem Boden sprießenden Gruppen oder Initiativen aus dem autoritär-linken Spektrum, die per Instagram-Account Ideologie und Emotionalisierung transportieren. Diese Gruppierungen verkaufen Antifaschismus – teilweise gar unter dem Label „Antifa“ – an junge Genoss*innen, ohne aber tatsächlich in der Tradition der Antifaschistischen Aktion bzw. der autonomen Antifa zu stehen. Ihnen geht es in Wahrheit um Rekrutierung für politische Netzwerke, die dem Leninismus und – eigentlich – dem Stalinismus nahestehen. So zu tun als ob – das ist hier nicht einfach Programm, sondern historisch vorgedacht und vorgegeben. Die Idee: Man selbst ist die Avantgarde, die Speerspitze nicht nur des Proletariats, sondern jeder im weitesten Sinne linken Bewegung. Sehr deutlich zeigt sich das in Sachsen-Anhalt gegenwärtig in der Instrumentalisierung der queeren CSD-Bewegung, an deren Spitze sich autoritäre Gruppen stellen wollen – meist gegen den ausdrücklichen Willen der eigentlichen CSD-Organisator*innen.

Die leninistisch-stalinistische Ideologie aber läuft letztlich auf das Gegenteil des Menschheitstraums einer befreiten Gesellschaft und von Gewalt befreiter Menschen hinaus. Denn in einer solchen Gesellschaft gäbe es, wie sich auch bei Marx nachlesen lässt, keine Benutzung von Menschen durch Menschen – ein Kernmerkmal der autoritären linken Strömungen. Die autoritäre Ideologie lässt sich außerdem – bei genauerem Betrachten – nur schwer mit den politischen Motiven der vielen tollen, jungen Genoss*innen überein bringen. Dazu zählen der (Queer-)Feminismus und Frauenrechte (1), die Rechte von LGBTIQ (2), die Verteidigung demokratischer Errungenschaften gegen die AfD & eine kritische Haltung gegenüber Zwang & Gewalt (3) sowie Antinationalismus & Antirassismus (4).

Zu jedem dieser vier Motive wird in den kommenden Wochen jeweils ein Artikel auf dieser Instagram-Seite erscheinen. Angefangen beim Thema Feminismus wird jeder Post mit ausgesuchten Beispielen – möglichst aus Sachsen-Anhalt oder Ostdeutschland – zeigen: Hinter der revolutionären Fassade autoritärer Gruppen verbirgt sich zumeist Hässliches und wenig revolutionäres, nur einer von vielen neuen Aufgüssen von Kapitalismus und Patriarchat in rot. Das ist kein Zufall, stinkt der Fisch doch für gewöhnlich vom Kopfe her.“ – Vernunft und Liebe, 6. Juli 2025

Zu den Artikeln der Serie:


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